Fibromyalgie/Fibromyalgiesyndrom und Rente wegen Erwerbsminderung

Eine unheilbare Krankheit mit bisher noch nicht endgültig geklärter Ätiologie

"Zentrales Sensibilisierungssyndrom" - die internationale Bezeichnung für das Fibromyalgiesyndrom!

Das Fibromyalgiesyndrom und seine vielschichtige Symptomatik ist nur schwer therapierbar!

Das Fibromyalgiesyndrom, an dem die Versicherte/Klägerin/Petententin leidet:

Eine chronische Ganzkörper-Schmerzerkrankung mit noch nicht geklärter Ätiologie/Ursache, bis heute leider noch nicht heilbar, einige Symptome können aber gelegentlich etwas gemildert werden durch geeignete multimodale Therapien.

 Nach Schätzungen von Experten sind 0,5 bis 4% der Bevölkerung betroffen, vor allem Frauen.

Die Deutsche Rentenversicherung lehnt nach Schätzungen von Experten etwa 90% der Anträge auf Erwerbsminderungsrente mit dem Hintergrund eines Fibromyalgiesyndroms ab, unabhängig davon, wie schwerwiegend und verheerend sich die Symptome im Einzelfall auswirken: Das ist natürlich rechtswidrig, weil für die Berechtigung einer Erwerbsminderungsrente nicht eine Diagnose oder der Name an sich entscheidend ist, sondern einzig und allein die ganz konkreten Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt!

Hier liegt offensichtlich eine ähnliche Problematik zugrunde, wie dies früher auch bei Migräne der Fall war: Bevor die Medizin nach etlichen Jahren der Forschung und der Erfahrungen mit diesem Krankheitsbild tatsächlich erkannte, dass diese Krankheit keineswegs eingebildet ist, sondern wirklich eine ernstzunehmende körperliche Symptomatik aufweist, wurden die an Migräne erkrankten PatientInnen zumeist als ´Hypochonder`(eingebildete Kranke) oder gar als Simulanten massiv diffamiert - dies wiederholt sich jetzt leider zum Nachteil der an Fibromyalgie erkrankten erneut - eine Schande für eine zivilisierte Gesellschaft, wie wir meinen.....  Die Deutsche Rentenversicherung Bund bildet hier die Speerspitze der Ignoranten von medizinischen Tatsachen!

 

Lesen Sie hierzu auch den lesenswerten Beitrag von Prof. Dr. Jürgen Samland: ´Fibromyalgie - ein schwaches Argument im Sozialrecht?`und meinen Kommentar hierzu im Internet, klicken Sie hier: http://www.anwalt.de/rechtstipps/fibromyalgie-ein-schwaches-argument-im-sozialrecht_004566.html

Auch der hier geschilderte Fall zeigt ja überdeutlich, dass der Deutschen Rentenversicherung Bund offenbar nahezu jedes Mittel recht ist, um berechtigte Ansprüche der Versicherten auch bei schwersten Symptomen abzuweisen, wenn die Diagnose ´Fibromyalgiesyndrom` im Spiel ist!

 

Symptome: Ganzkörperschmerz, vor allem an den ´Tender-Points`, auch Witterungsabhängig: Trockene Luft (Hochdruck) mit Sonnenschein mildert zumeist die Symptome, Feuchtigkeit und Kälte sowie Zugluft verstärkt sie.

Verbunden mit dieser Erkrankung sind regelmäßig: Umfangreiche funktionelle und vegetative Störungen: Störungen des Gastrointestinaltraktes (Magen-Darm), chronische Schlafstörungen und nächtliche Krämpfe, permanentes Erschöpfungssyndrom (Gefühl wie eine Grippe), erhöhte Infektanfälligkeit, begleitet von zunehmender sozialer Isolation aufgrund der ganz erheblich eingeschränkten allgemeinen Vitalität, damit früher oder später fast immer verbunden Depressionen.

Bei Erika R. kommen hinzu ´Restless Legs`, massive chronische Magenschmerzen, Herzrrythmusstörungen und stark erhöhter Blutdruck bei nur gering verstärkter Beanspruchung.

 

Eine gute Darstellung finden Sie bei ´Wikipedia`, klicken Sie hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fibromyalgie

Weitere Infos hier: http://www25.jimdo.com/app/s1d478c5d7bfa8bb7/p984f7c7d402d0b08/

oder obere Navigationsleiste ´Linktipps und Literatur`klicken!

Kommentare: 7
  • #7

    Christine (Montag, 10 Juli 2017 09:08)

    @Rosemarie Darboven, ich habe Deine Ausführung mit viel Interesse gelesen. Ich stehe kurz davor, meine EU Rente verlängern zu müssen. Bis ich diese bekam, habe ich fast 3 Jahre gekämpft. Musste zu vielen Gutachtern - nach Ablehnung, Klage eingereicht, dann erneut fast 2 Jahre warten müssen und die volle EU Rente befristet für 2 Jahre erhalten.
    Könntest Du mir bitte Deine Ausführungen zu Verfügung stellen? Ich wäre Dir sehr dankbar. Meine Email crehm@unitybox.de.
    Vielen herzlichen Dank. LG Ch.Rehm

  • #6

    P. Dede (Freitag, 30 Juni 2017 07:38)

    #Rosemarie Darboven,
    Ich würde mich für ihre Ausführungen interessieren.
    P_Dede@web.de

    LG
    P. Dede

  • #5

    Ivonne Rutkowski (Mittwoch, 28 Juni 2017 20:57)

    Rosemarie Darboven ich möchte gerne von deinen Erfahrungen profitieren. Mein tel . Nr. +4915141845349 . Habe WhatsApp. Danke

  • #4

    Rosemarie Darboven (Mittwoch, 28 Juni 2017 18:43)

    Ich drücke allen die Daumen, die sich mit Anträgen, Gutachten und offenbar inkompetenten Ärzten herumschlagen. Meine Erwerbsminderungsrente wurde nach einer ersten Ablehnung genehmigt, dank meiner Ärzte, die diese Erkrankung ernst nehmen. Gutachter der Rentenversicherung hatten mich als arbeitsfähig beurteilt, hingegen die Gutachter der Krankenversicherung nicht. Ich habe selbst viel recherchiert, argumentiert und auch ein Schmerztagebuch mit Kommentaren zu meiner Verfassung an die RV gesendet. Nicht nur auf die Ärzte verlassen. Eigeninitiative zeigen. Auch Maßnahmen dokumentieren, die du selbst versucht hast, um den Gesundheitszustand zu verbessern. Wer Interesse hat, sende ich gern mal meine Ausführungen, mit denen die RV überzeugt werden konnte. Und ich bin noch nicht soooo schlimm dran, wie viele andere erkrankten!!! Viel Erfolg!!!

  • #3

    Tina (Mittwoch, 28 Juni 2017 16:56)

    Ach wenn ich doch nur an Erwerbsminderungsrente denken würde, bei mir wurde Fibromyalgie diagnostiziert von einem Rhematologen und meine Hausärztin unterstützt mich in keinster Weise im Gegenteil.
    Ihre Aussage: Diese Krankheit gibt es nicht. Man hat nur etwas einen Namen gegeben dass psychische Ursachen hat, geh zum Psychologen. Du hast keine Schmerzen du willst nur nicht arbeiten gehen.
    Soviel dazu

  • #2

    psycholog.beraterin (Sonntag, 13 November 2016 16:09)

    hallo, es gibt eine broschüre der rheumaliga zur fibromyalgie,die definitiv zum rheumatischen formenkreis gehört,und nicht unter diffusen schmerzen abgelegt werden kann.ich denke nicht, dass bestellte gutachter hier absichtlich handeln.sie wissen zuwenig über diese erkrankung.es muss gutachter geben die fachübergreifende erfahrung haben.die behandelnden ärzte können viel besser ein gutachten erstellen.es würde kosten und zeit sparen und sozialfälle vermeiden!

  • #1

    Verena Neubauer (Dienstag, 19 Januar 2016 04:25)

    Ich kann alles nur bestätigen ! Seit fast 20 Jahren leide ich an unerträglichen Schmerzen 2003 wurde Fibromyalgie bei einem Gutachten festgestellt nach dem 8 Jahre die EURente abgelehnt wurde nach 11 Jahren Kampf wurde sie gewährt ! Ein harter Weg ! Ich hab schon Morphium wss aber die Schmerzen nicht ganz nimmt ! Viele andere Krankheiten folgen stetig ! Ich kann nicht nur nicht mehr arbeiten , sondern habe kein Privatleben mehr ! Soziale Kontakte beschränken sich auf meine Kinder und Freunde ! Alles an Hobbys musste ich aufgeben , das Leben ist ein vegetieren , leben ist anders ! Viele Ärzte haben Jahrelang mit erniedrigenden Argumenten reagiert ! Ich wünsche niemanden dieses Leben und dies Leid ! Schwimmen wäre lindernd , aber geht durch die Starken Schmerzen auch nicht mehr !